Ziele

In der Bürgerinitiative B51 Telgte haben sich interessierte Bürger zusammengeschlossen, die Kritik am Bundesverkehrswegeplan 2030 und dem damit verbundenen Ausbau der B51 zwischen Telgte und Handorf haben. 

Der Ausbau der B51 führt in der jetzt geplanten Form nicht zu der angenommenen Entlastung bzw. Staureduktion. Das sagen selbst die Projektgutachter:

  • „Bei einer erwogenen Realisierung der Maßnahme werden … geringe Unterschiede in den Verkehrsintensitäten, auftreten. Wirksamkeiten oder Beeinträchtigungen können daher nicht ausgewiesen werden“ (PRINS, 2016, S. 13, PRINS Entwurf BVWP 2030 – Projekt B64/B51-G10-NW-T2-NW).
  • „Die Verkehrsintensität durch LKW-Verkehr wird in Westbevern-Dorf durch den vierspurigen Ausbau der B51 und die kommenden Mautgebühren zunehmen.“
    (Reinhold Sendker, CDU Bundestagsabgeordneter für den Kreis Warendorf, Stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, 18.08.2016)

Zentrale Fragen sind:

  • Wie soll ein Stau verhindert bzw. aufgelöst werden, wenn die B51 von vierspurig auf zweispurig wieder verengt wird?
  • Wie wird verhindert, dass 4.900 Bürger links und rechts der Bundesstraße von der B51 abgeschnitten werden?
  • Wie soll eine Anbindung an die B51 und die Stadt erfolgen, wenn die Bürger abgeschnitten werden?
  • Wie hoch sind die Folgekosten für jeden einzelnen Bürger der Stadt Telgte? Welche Steuererhöhungen sind dafür geplant?
  • Wie sind die Anschlüsse der Nebenstraßen an die vierspurige B51 geplant (z. B. Jägerhaus und Lauheide)?
  • Wie sieht die Anbindung der bestehenden Buslinien und deren Haltestellen aus?
  • Wie wird sichergestellt, dass es nicht zu einer zunehmenden Verkehrsbelastung der mautfreien Straßen kommt, wie z. B. in Telgte, Westbevern, etc. (wegen der kommenden Mautpflicht)?

Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Telgte über den Bundesverkehrswegeplan 2030 informieren und uns in Diskussionen mit den beteiligten politischen Gremien einbringen. Die wissenschaftlichen und verkehrlichen Annahmen zur Aufnahme des Teilstücks Handorf – Telgte der B51 in den Bundesverkehrswegeplan 2030 bedürfen einer kritischen Überprüfung. Auch mit den erforderlichen Begleitbauwerken im Norden und Süden der geplanten Trasse, die erforderlich sind, um die Erreichbarkeit der Wohnsiedlungen der Gewerbebetriebe und der landwirtschaftlichen Betriebe zu gewährleisten, wollen wir uns auseinandersetzen. 

Zu diesem Zweck wollen wir öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltungen durchführen, die Vergabe von Forschungsaufträgen erreichen und Alternativen zum Projekt entwickeln.